27.06.2017, 07:27 Uhr » Qualifizierung

Seminare für Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa)

Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) und die Unfallverhütungsvorschrift (DGUV Vorschrift 2) fordern von den Unternehmen die Bestellung von Fachkräften für Arbeitssicherheit. Die Fachkraft berät und unterstützt den Arbeitgeber und sonstige betriebliche Führungskräfte in allen Fragen des Arbeitsschutzes.

Die Aufgaben sind in § 6 ASiG näher beschrieben.

Um als Fachkraft für Arbeitssicherheit tätig werden zu können, ist der Nachweis der sicherheitstechnischen Fachkunde erforderlich. Diese liegt vor bei beruflicher Qualifikation als Ingenieur, Techniker oder Meister (bei der BGN ist auch eine "meisterähnliche Funktion" möglich), mindestens zweijähriger beruflicher Praxis (bei "meisterähnlicher Funktion" 4 Jahre) und erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Die Ausbildung zur Fachkraft erfolgt im Wechsel von Seminar- und Selbstlernphasen. Insgesamt sind 6 Seminare (Präsenzphase I - Präsenzphase V) und 3 Selbstlernphasen zu absolvieren.

In den Phasen des Selbstlernens werden ausgewählte Themen selbstständig mit bereitgestellten computergestützten Programmen (PC erforderlich) bearbeitet. Die Bearbeitungszeit ist je nach Vorkenntnissen und Lernumfeld unterschiedlich; als realistisch anzusetzen ist eine durchschnittliche Bearbeitungszeit aller drei Einheiten von etwa 200 bis 300 Stunden.

Die Ausbildung schließt 4 Lernerfolgskontrollen (LEK) ein. Das Bestehen der Lernerfolgskontrollen ist jeweils Voraussetzung für die Fortsetzung der Ausbildung.
Nach der Selbstlernphase I findet eine für alle Ausbildungsträger bundesweit einheitliche erste Prüfung (LEK 1) statt. Die Prüfungsfragen beziehen sich vor allem auf die bis dahin erworbenen theoretischen Kenntnisse der Teilnehmer aus Präsenz- und Selbstlernphase.

Die zweite LEK wird aus einem Praktikumsbericht (s.o.) bestehen. Hierfür werden Sie vor dem Praktikum ein Thema zur Bearbeitung bekommen. Das Praktikum muss in einem Zeitraum von max. 8 Wochen absolviert werden. Für die zukünftige Fachkraft für Arbeitssicherheit sind in dieser Zeit etwa 80 Stunden reine Bearbeitungszeit zzgl. etwa 40 Stunden zur Anfertigung des Berichtes vorzusehen. Die schriftliche Ausarbeitung der Ergebnisse wird dann bewertet. Sie weisen dabei nach, dass Sie Ihre Kenntnisse bei der Lösung eines Arbeitsschutzproblems in der Praxis anwenden können und dass Sie in der Lage sind, Ihr Handeln im Nachhinein zu analysieren und auszuwerten.

Als dritte LEK ist ein Einzelvortrag von Ihnen vorgesehen, in dem Sie nachweisen sollen, dass Sie Ergebnisse Ihrer Arbeit verständlich und überzeugend präsentieren können. Schließlich werden in der branchenspezifischen Ausbildungsstufe III Lernerfolgskontrollen zu den speziellen Inhalten einzelner Wirtschaftsbereiche durchgeführt.

Aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Jahre bieten wir feste Ausbildungsreihen an. Das hat den Vorteil, dass für die angehenden Fachkräfte Seminarplätze zu den jeweiligen Terminen reserviert sind und die Seminargruppe gemeinsam die Ausbildung absolviert.

Die Ausbildungsreihen sind so terminiert, dass die Ausbildung relativ zügig in einem Zeitraum von 1-2 Jahren durchlaufen werden kann. Falls es bei einzelnen Teilnehmern zu Terminschwierigkeiten kommt, kann bei freier Kapazität im Einzelfall auch ein Seminar einer anderen Ausbildungsreihe besucht werden.

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